Laienschauspielgruppe des FC 07 Heidelsheim landet mit „Das verflixte Klassentreffen“ einen weiteren Volltreffer!

„Blume, Biene, drin – aufgeklärt.“ Moderne Aufklärung, mitten aus dem Leben. Mitten im Leben spielt denn auch das jüngste Stück der Theatergruppe des FC 07 Heidelsheim, bereits die 31. „Auflage“ in Folge ohne Unterbrechung, bei dem sich alles um „Das verflixte Klassentreffen“ dreht. Genauer gesagt um das Davor, um verschollene Klassenkameraden und heimliche Schwangerschaft. Ja, wenn man nach 30 Jahren wieder zusammenkommt, kommt auch so manche geheim gehaltene Geschichte wieder ans Tageslicht.

Mit dem Dreiakter von Regina Rösch haben die Heidelsheimer Akteure einmal mehr voll ins Schwarze der Lachmuskeln getroffen. Alles von Wolfgang Kiefer und Martin Schmid bestens verpackt in eine frühlingsfrische Wohn-Küche mit knallgrüner Wischtechnik an den Wänden, Möbel in Eiche rustikal und kleinen, feinen Details wie Wackeldackel, Emaille-Wasserkocher und Wärmflasche sowie Spargel-Bild-Kalender.

Eine Küche, in der sich von der ersten Sekunde an turbulente Szenen abspielen. Mutter Gertrud (Petra Haugl) poltert, was das Zeug hält. Da weiß ein jeder sofort, wer im Drei-Männer-Eine-Frau-Haushalt die Hosen nebst fescher Perlonsöckchen anhat. Überhaupt bedienen Kostüme und Maske (Tanja Weschenfelder-Feßenbecker) wieder exzellent jedes Klischee, von grazilen Bierbäuchen unter Hosenträgern über weiße Socken bis zur modischen Kittelschürze. Dass da die Souffleuse Inge Wohlfahrt praktisch arbeitslos ist, versteht sich natürlich von selbst.

Ja, die Amateurschauspieler geben Vollgas von Anfang an; und sie halten das rasante Tempo knapp drei Stunden durch. Doch sie steuern sich vorausschauend über ihre Theaterbühne. Exakte Auf- und Abgänge, die keinerlei Hektik oder Leerräume entstehen lassen und zwischendrin immer wieder leise Töne. Ganz so wie es im Alltag eben ist. Man merkt: Die Akteure haben sich kontinuierlich weiterentwickelt und wissen, dass sie ihre Geschichte auf der Bühne nicht runter spielen, sondern ganz natürlich leben müssen. Immer wieder setzen sie auf den Wortwitz des Stücks, haben sogar selbst das eine oder andere Schmankerl dazugeschrieben, das die Zuschauer amüsiert aufhorchen lässt.

Andererseits stehen auf der Bühne waschechte Charaktere – eben auch mitten aus dem Leben. Die drei Brüder Bernd, Jörg und Ralf Feßenbecker sowie Wolfgang Kiefer beweisen augenzwinkernd, dass Männer Frauen immer unterschätzen und erst mit einem Schnäpschen zu geistiger Höchstform auflaufen. Allein Opa (Piero Pignone) und Sohnemann Markus(Christoph Höchsmann) sind ihnen um Längen voraus. Aber wehe, sie kommen den Ehefrauen in die Quere. Petra Haugl, Nicole Diefenbacher und Andrea Niederelz (das „Ortsblättl“ vun Heidelsa) sowie FC-Neuling und Debütantin Sabine Ebelle sind resolut, wissen alles und alles besser. Und auch der bunte amerikanische Feger (Evi Hartmann) schafft es ruckzuck, sich den jungen Markus zu angeln, obwohl der eigentlich doch gar „keinen Drachen wie Mutter“ haben wollte.

So nehmen sie ihren Lauf, die Planungen des Klassentreffens. Denn sie wollen sich ja „noch mal treffen, bevor wir völlig verunstaltet sind“. Da wird getuschelt und hinter Kleiderständern heimlich gelauscht, um ja alles mitzubekommen, gelitten und geschnäpselt, getratscht und geschummelt. Action und Spaß nonstop – bis zum Showdown mit ungeahnten Vaterfreuden. Stimmgewaltig und emotionsgeladen eben.

Erstes Gastspiel:

Wer selbst ein Klassentreffen plant und sich von den Heidelsheimer Theaterakteuren hierzu entscheidende Tipps holen möchte, der hat dazu beim ersten Gastspiel der FC07-Theatergruppe die Gelegenheit: Am Samstag, 05. März ab19.30 Uhr sind nämlich die Heidelsheimer Laienschauspieler auf der Bühne der Hakofreunde Weiher in der Weiherer Mehrzweckhalle zu sehen. Informationen zum Kartenvorverkauf entnehmen Sie bitte deren Homepage www.hakofreunde-weiher.de

Danach legt die Theatergruppe eine kurze Verschnaufpause ein, um dann im Spätjahr 2016 wieder die Vorbereitungen für das nächste Theaterspektakel in der Heidelsheimer TV-Halle in Angriff zu nehmen. Man darf also schon heute reichlich gespannt sein, was gleich Anfang Januar 2017 aus dem Hut gezaubert wird.

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