FC 07 Heidelsheim – ATSV Mutschelbach 1:1 (1:1)

Der 1:1 Halbzeitstand war auch zugleich der Endstand im Landesligatopspiel zwischen dem Tabellenvierten FC 07 Heidelsheim und dem Tabellenführer ATSV Mutschelbach, der gegenüber dem härtesten Verfolger TuS Bilfingen augenblicklich jedoch eine Partie mehr absolviert hat. Mit einem Sieg im Nachholspiel am kommenden Mittwoch zuhause gegen den FC Östringen können die Kämpfelbacher, nächster Gegner des FCH, allerdings wieder an den Mutschelbachern vorbeiziehen. Das Hinspiel hatte übrigens auch schon 1:1 geendet.
Kurz vor Anpfiff öffnete der Himmel seine Schleusen, so dass die Begegnung zu einer wahren Rutschpartie für beide stark ersatzgeschwächten Teams wurde. Die Anfangsviertelstunde spielte sich trotz mehr Ballbesitz für die Gäste zumeist im Mittelfeld ab, ehe es nach 17 Minuten den ersten Aufreger gab. Jan Philipp Sauter soll im Strafraum FCH-Goalgetter Erich Strobel zu Fall gebracht haben. Sämtliche Proteste der Gäste nutzten nichts, denn Schiedsrichter Daniel Schindler aus Leimen hatte zuvor bereits auf den Elfmeterpunkt gezeigt. Da Strobel zuletzt in Langensteinbach  scheiterte, lief dieses Mal Vasilios Rosilovalis an, doch sein viel zu schwach getretener konnte ATSV-Torhüter Denis Baral sogar festhalten. Die Strafe ließ nicht lange auf sich warten, denn mit der ersten gelungenen Offensivaktion ging Mutschelbach mit 1:0 in Führung. Ein weiter Ball von David Guthmann aus der eigenen Hälfte erreichte im gegnerischen Sechzehner den völlig freistehenden Simon Markovic (22.), der mit dem Rücken zum Tor aus 12 Metern per Hinterkopf den vielleicht etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Murat Zeyrek mit einem Heber überraschte. Heidelsheim ließ sich jedoch nicht entmutigen und hatte bereits fünf Minuten später eine Dreifachchance. Zunächst scheiterte Rosilovalis mit seinem schwächeren Rechten aus spitzem Winkel an Baral. Strobel wurde im Nachsetzen geblockt und anschließend fand auch Maximilian Löchner in Baral seinen Meister. Mit einer Faust rettete der FC-Torsteher anschließend gegen ein fieses Ding aus ganz spitzem Winkel von Jonas Konstandin. Praktisch mit dem Pausenpfiff kamen die Einheimischen dann aber doch noch zum verdienten Ausgleichstreffer. Nach einer schönen Hereingabe von Alexander Wolf scheiterte Strobel per Kopf zunächst am Querbalken, aber Rosilovalis stand goldrichtig und drückte den Abstauber aus kürzester Entfernung per Kopf vollends über die Linie.
Munter ging es auch im 2. Spielabschnitt weiter und nach 49 Minuten versagten abermals Rosilovalis die Nerven, als er nach einem versuchten Torschuss von Manuel Zutavern wohl etwas überrascht über seine Freiheiten aus zwei Metern die Kugel nicht richtig traf. Fortan waren die Spielanteile verteilt und es hatte so den Anschein, als wären die Gäste mit dem einen Punkt zufrieden, denn ein 25m-Freistoß von Ersatzkapitän Francesco Di Sazio (67.), der nur haarscharf am kurzen Pfosten vorbeistrich, war für lange Zeit die letzte gefährliche Offensivaktion für den ASTV. Heidelsheims Strobel hätte dagegen seinem Namen als Torjäger alle Ehre machen können, wenn er die Begegnung nach 70 Minuten zugunsten der Einheimischen gedreht hätte, aber nach einem Alleingang fehlte lediglich der krönende Abschluss; Baral reagierte jedenfalls erneut glänzend. Heidelsheim versuchte in der Schlussphase im Rahmen seiner angespannten personellen Situation wirklich alles, doch das intensive Spiel hatte viel Kraft gekostet und so war es auch nicht verwunderlich, dass den Gastgebern gegen Ende etwas die Luft ausging und vielleicht auch die Ideen fehlten. Daher hatte Mutschelbach auch die letzte Möglichkeit des Spiels fünf Minuten vor dem Abpfiff. Nach einem Eckball von Di Sazio kam der mit aufgerückte Sauter frei zum Kopfball, aber Alexander Wolf klärte deutlich vor der Linie. Ein Gästesieg wäre aber auch des guten zu viel gewesen.
Und so blieb es am Ende also beim unterm Strich leistungsgerechten 1:1 Unentschieden, mit dem FCH-Coach Mirko Schneider dann auch ganz gut leben konnte. Ein bisschen ärgerlich war es im Nachhinein aber schon, denn Mutschelbach trat an diesem Tag nicht unbedingt im Stile einer Spitzenmannschaft auf, die unbedingt aufsteigen will. Die Gäste wären daher sicherlich verwundbar gewesen, doch hätten die Heidelsheimer hierzu ihre vielen klaren Chancen einfach besser und konsequenter ausnutzen müssen. Außerdem wurde teilweise viel zu umständlich agiert.
Schmerzlich endete die Partie für ATSV-Angreifer Yousuf Adam Freeman, in der Vorrunde noch für den VfR Kronau am Ball, der sieben Minuten nach seiner Einwechslung ohne gegnerische Einwirkung verletzungsbedingt schon wieder ausgewechselt werden musste. Wir hoffen, dass es ihn nicht allzu schwer erwischt hat.
Mannschaftsaufstellung FC 07 Heidelsheim:
Zeyrek, Wolf, Zutavern, Niederelz, Strobel, Rosilovalis, Schlindwein (58. Rommel), Kraut, Maier (71. Pavlikov), Barth, S. Löchner
Mannschaftsaufstellung ATSV Mutschelbach:
Baral, Markovic, Konstandin, Guthmann, Heidecker (74. Balzer), Di Sazio, Wildenhayn, Klump (56. Freeman / 63. Helfrich), Sauter, Rayling, Cakan
Torfolge: 0:1 Simon Markovic (22.), 1:1 Vasilios Rosilovalis (45.)
Schiedsrichter: Daniel Schindler aus Leimen mit seinen beiden Assistenten Fabian Willi Kirst und Fabian Reuter
Zuschauer: 135
ATSV6 ATSV5 ATSV4 ATSV3 ATSV2 ATSV1

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