FC Heidelsheim I vs FC Spöck

23. Mai 2015
Spielstand: 1 - 2

Spielbericht

Heidelsheim muss leider den bitteren Gang in die Landesliga antreten! FC 07 Heidelsheim – FC Spöck 1:2 (0:1) 

Der FC 07 Heidelsheim hat in der Verbandsliga leider ausgeträumt. Vor dem letzten Heimspiel gegen den FC Spöck bestand zwar noch ein kleiner Funke Hoffnung zumindest auf den Relegationsplatz, doch dieser wurde durch eine letztendlich verdiente 1:2 (0:1)-Niederlage zunichte gemacht. Während Heidelsheim zumindest sportlich als Tabellenvorletzter abgestiegen ist, haben sich die Spöcker durch diesen Erfolg bereits am vorletzten Spieltag die Verbandsligazugehörigkeit für die nächste Spielzeit gesichert und dies wurde nach Spielende auf dem Rasen des Kraichgaustadions natürlich noch lange lautstark und ausgiebig gebührend gefeiert. Dass der TSV Höpfingen gegen die TSG Weinheim und der SV Waldhof Manneheim 2 gegen den Stadtrivalen 1. FC Bruchsal ihre Spiele jeweils gewannen interessierte daher nach Schlusspfiff keinen mehr, denn nur durch einen Heidelsheimer Sieg gegen Spöck, gegen den der FCH zuvor noch nie hat gewinnen können, bei gleichzeitigen Niederlagen von Höpfingen und Waldhof hätte der Truppe um den wiedergenesenen Trainer Mirko Schneider in der abschließenden Begegnung am kommenden Samstag beim FC Astoria Walldorf 2 nochmals ein weiteres Endspiel beschert.

Die Kraichgauelf ging die Partie nach dem zuletzt spielfreien Wochenende zwar mit reichlich Optimismus und Selbstvertrauen an, doch schon recht schnell zeigte sich, dass der FC Spöck keine Geschenke zu verteilen hatte. Während die Gastgeber von der ersten Minute an anscheinend mit dem Druck des unbedingt gewinnen Müssens überhaupt nicht zurechtkamen, gefielen die Gäste durch ihre unbekümmerte dynamische Spielweise. Heidelsheim wirkte total verkrampft und verlor meistens viel zu schnell den Ball, während Spöck einfach präsenter, beweglicher und gedankenschneller war. Immer wieder kombinierten die taktisch klug eingestellten Stutenseer über die Außenpositionen, von wo reichlich Gefahr ausging. So bereits nach sieben Minuten, als der spielfreudige und agile frühere Heidelsheimer Alex Griesinger über rechts durchsteckte für Steffen Roth, aber Denis Nagel scheiterte nach dessen präziser flacher Hereingabe in der Mitte an den Beinen von FCH-Torhüter Samuel Ochs. Sechs Minuten später legte Roth ab für Luca Sickinger, der mit einer schönen Direktabnahme aus 20 Metern nur um Zentimeter neben das Gehäuse zielte. Heidelsheim gelang auch in der Folgezeit so gut wie nichts und irgendwie schienen Beine und Köpfe sämtlicher Spieler nahezu wie gelähmt. Selbst einige Standardsituationen verpufften bereits im Ansatz. Spöck blieb am Drücker und traf nach 27 Minuten zur völlig verdienten 1:0 Führung. Bastian Reiners setzte sich über links durch, ehe er von der Torauslinie wunderschön zurücklegte für Sickinger, der aus acht Metern ungehindert mit links flach ins lange Eck einschieben konnte. Es dauerte bis zur 43. Minute, ehe die Einheimischen zu ihrer ersten Torchance kamen. Lukas Durst bediente Nico Seene, der allerdings aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten traf; vielleicht hätte er aber auch noch ein paar Schritte laufen können und dann abschließen.

Unabhängig von den Spielständen auf den anderen Plätzen hieß es für Heidelsheim in den zweiten 45 Minuten nun alles oder nichts. Trainer Schneider stellte ab der 55. Minute zwar komplett um, doch viel besser wurde es dadurch auch nicht. Lediglich Dirk Maiers Kopfball (63.) streifte nach einer Ecke von Andreas Zesinger auf das kurze 5m-Eck ein weiteres Mal den Außenpfosten. Der FCH war nun zwar etwas am Drücker, suchte jedoch meist zu spät den Abschluss und bekam nach 68 Minuten die bittere Pille. Nach einem weiten Freistoß des schon früh eingewechselten Nils Lüdcke gewann Gästekapitän Manuel Eifler am langen Pfosten das Kopfballduell und der völlig alleine gelassene Steffen Roth hatte aus kürzester, allerdings leicht abseitsverdächtiger Position, keine Mühe mehr, das Spielgerät vollends irgendwie über die Linie zu bugsieren. Dieser Treffer bedeutete für Heidelsheim den endgültigen Genickbruch und es wäre fast noch schlimmer gekommen, wenn der kurz zuvor eingewechselte Marian Skiljo (82.) nach Ablage von Lüdcke nicht am Querbalken gescheitert wäre. Postwendend schaffte FCH-Kapitän Manuel Zutavern per Kopf nach Vorarbeit von Jannik März zwar noch den 1:2 Anschlusstreffer, dieser kam jedoch viel zu spät, um dem Spiel noch einmal eine entscheidende Wende geben zu können. Eine solche hätte allerdings sowieso nichts mehr eingebracht, da die Schützenhilfe von den anderen Plätzen ja bekanntlich ausblieb.

Der nicht immer souveräne Schiedsrichter Fatih Kerem Icli aus Lauda ließ wegen zahlreicher Unterbrechungen und Verzögerungen gleich fünf Minuten nachspielen und in dieser Nachspielzeit wurde es noch einmal so richtig hektisch und turbulent, denn Sekunden vor dem Schlusspfiff sahen sowohl Gästetorhüter Sebastian Dohm als auch Heidelsheims Domenico Muto, der gerade eine Rotsperre abgesessen hatte, nach einer völlig unnötigen Rangelei die rote Karte.

Mannschaftsaufstellung FC 07 Heidelsheim:

Ochs, Wolf, Zutavern, Zesinger, Yurttas, Seene (69. Liotta), Tuzluca, Maier (74. März), Martinez (55. Muto), Durst, Barth

Mannschaftsaufstellung FC Spöck:

Dohm, Hübner, Sickinger (78. Skiljo), Eifler, Roth, Reiners, Griesinger, Nagel (70. Grünfelder), Glutsch (10. Lüdcke), Stober, Eisermann

Torfolge: 0:1 Luca Sickinger (27.), 0:2 Steffen Roth (68.), 1:2 Manuel Zutavern (83.)

Schiedsrichter: Fatih Kerem Icli (Lauda) mit seinen beiden Assistenten Johannes Horn und Tobias Dosch

Zuschauer: 200

Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für Domenico Muto (Heidelsheim) und Sebastian Dohm (FC Spöck) nach einer Rangelei (90. + 5)

Bilder zum Spiel

IMG_4705

IMG_4710

IMG_4711

IMG_4715

IMG_4716

IMG_4718

IMG_4719

IMG_4721

IMG_4722

IMG_4724

IMG_4728

IMG_4729

Aufstellung

1. Samuel Ochs
4. Alexander Wolf
5. Manuel ZutavernGelbe Karte
vs
8. Nico Seene
vs
16. Dirk Maier
vs
vs Gelbe Karte
20. Matthias Barth
17. Andreas Zesinger

Auswechslungen

vs Rote KarteWechsel
vs Wechsel8
11. Jannik MärzWechsel16