Überraschung in 2. Verbandspokalrunde bleibt leider aus! FC 07 Heidelsheim – FC Nöttingen 1:2 (1:1):

In der 2. Verbandspokalrunde um den Badischen Rothaus-Cup kam für den Verbandsligaaufsteiger FC 07 Heidelsheim das erwartete Aus. Am Ende hieß es zwar „nur“ 1:2 für den favorisierten Oberligisten, doch der knappe Sieg für die etwas reifere und abgezocktere Truppe um Gästetrainer Michael Wittwer geht vollauf in Ordnung, da sie einfach etwas mehr investierte. Wieder einmal also scheiterte der FCH im Pokal an den Remchingern und eine Überraschung blieb aus. „Wir haben versucht, das Spiel von Anfang an zu kontrollieren, was bei schwierigen Platzbedingungen gegen einen tief stehenden Gegner aber gar nicht so einfach war. Wir konnten uns zwar die eine oder andere Möglichkeit erarbeiten, doch am heutigen Tage zählt einzig und allein der Sieg und das Weiterkommen, egal ob mit einem oder mehreren Toren Unterschied“, gab der ehemalige KSC-Profi im Anschluss an die Begegnung in einem kurzen Trainergespräch zu Protokoll. Und er sollte Recht behalten, denn die Heidelsheimer machten seiner Mannschaft durch enormen Kampfeseinsatz das Leben über weite Strecken ziemlich schwer und ein Klassenunterschied war zu keinem Zeitpunkt erkennbar.

Nach einer ausgeglichen Anfangsphase fand Nöttingen immer besser ins Spiel und nach einer Flanke von Jonas Marten landete ein Kopfball von Ernesto De Santis (13.) nur knapp neben dem Pfosten. In Führung gingen die Gäste dann nach 23 Minuten. Ein Rückpass von der Torauslinie in den Rücken der Abwehr von Jimmy Marton landete bei Francisco Josef Rodriguez Carmona, der aus 12 Metern unhaltbar zum 0:1 vollenden konnte. Wenig später verfehlte ein Kopfball von FCN-Kapitän Holger Fuchs (31.) nach einer Ecke von Tolga Ulusoy ebenfalls nur um Zentimeter das Ziel. Erst jetzt taten die Gastgeber auch etwas für die Offensive und 10 Minuten nach der FCN-Führung schaffte Lukas Durst im Anschluss an einen Konter aus 14 Metern halblinke Position den vielumjubelten 1:1 Ausgleichstreffer, was gleichzeitig den Halbzeitstand bedeutete.

Leider konnte der Heidelsheimer Torschütze im 2. Durchgang nicht mehr weitermachen und als auch noch FCH-Kapitän Andre Walica (58.) verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, kam von den Gastgebern kaum mehr Entlastung im Spiel nach vorne. Nöttingen war nun deutlich am Drücker, doch zwingende Torchancen blieben weitestgehend Mangelware. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass ein einfacher Fehler im Spielaufbau Nöttingen nach 73 Minuten auf die Siegerstraße brachte. Nutznießer war der kurz zuvor eingewechselte frühere Heidelsheimer Mario Bilger, der das Leder gekonnt über FCH-Torhüter Ermin Besic hob. Besic hatte nach 63 Minuten noch glänzend gegen Martons Schuss aus spitzem Winkel reagiert und nach dem abschließenden kurzen Getümmel im Strafraum konnte Manuel Zutavern das Spielgerät aus der Gefahrenzone befördern. Noch einmal musste sich Besic nach einem Marton-Schuss ganz lang machen (77.). In der Schlussphase fehlten den Gastgebern einfach die spielerischen Mittel im Offensivspiel sowie die Kraft, um bei drückenden Temperaturen dem Spiel noch einmal eine entscheidende Wende geben zu können. Ein Schlenzer des zur Pause eingewechselten Jannis Fetzner fünf Minuten vor Spielende landete weit über dem Querbalken. Kurz vor dem entscheidenden Treffer hatte Ricardo Martines die Möglichkeit, Heidelsheim in Führung zu bringen, aber nach einem Freistoß von Ibrahim Ünsal war er anscheinend sichtlich überrascht über seine Freiheiten, so dass er die Kugel nicht kontrollieren konnte.

Mannschaftsaufstellung FC 07 Heidelsheim:

Besic, Bortnikov, Wolf, Zutavern, Dollinger, Martines (78. Hodecker), Maibrunn, Ünsal, Durst (46. Fetzner), Walica (58. Weindel), Maier

Mannschaftsaufstellung FC Nöttingen:

Aust, Fuchs, Ulusoy, Brenner, De Santis, Rodriguez Carmona, Schönthaler (63. Neziraj), Marten (63. Bilger), Kolbe (72. Walter), Marton, Bitzer

Torfolge: 0:1 Francisco Josef Rodriguez Carmona (23.), 1:1 Lukas Durst (33.), 1:2 Mario Bilger (73.)

Schiedsrichter: Dennis Boyette aus Lampertheim mit seinen beiden Assistenten Markus Götz und Marcel Kinzel

Zuschauer: 200

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