Lang lang ist es her mit einem Sieg! SG Heidelberg-Kirchheim – FC 07 Heidelsheim 0:1 (0:0):

Enes Karamanli wurde zum Mann des Spiels! Er sorgte mit seinem goldenen Treffer in der 83. Minute dafür, dass der FC 07 Heidelsheim die erhofften drei Punkte beim Tabellenletzten und gleichzeitig den ersten Saisonauswärtssieg für den Verbandsligaaufsteiger einfahren konnte. Es war nach 16 sieglosen Spielen übrigens der erste dreifache Punktgewinn seit dem Sonntag, 02.09.2018, Gegner beim damaligen 2:0 Heimerfolg war natürlich kein geringerer als eben die Kirchheimer.

Die Gäste mussten ohne Eugen Bortnikov (berufsbedingt), Serdar Yurdakul (Auslandaufenthalt) und Andreas Eßwein (Nasen-OP) antreten. Dafür spielte aber erstmals in der Rückrunde Jonathan Dollinger von Beginn an, was der Abwehr deutlich mehr Stabilität verlieh. Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Nach 120 Sekunden setzte Jannis Fetzner einen Schuss an die Latte und sein Mannschaftskollege Ibrahim Ünsal prüfte den Kirchheimer Torhüter wenig später mit einem Weitschuss. Die Gäste erspielten sich nun eine optische Überlegenheit, hatten deutlich mehr Ballbesitz, brachten sich aber immer wieder durch ungenaue Zuspiele und verlorene Zweikämpfe im Mittelfeld um den Lohn ihrer Bemühungen. Die SG Heidelberg-Kirchheim, gespickt mit A-Jugendlichen, warf Kampfkraft und Engagement in die Waagschale. So spielte sich das Geschehen meist zwischen den Strafräumen ab, ehe Heidelsheim zwischen der 33. und 36. Minute gleich zu drei(!) Torchancen kam. Erst Enes Karamanli und dann zweimal Kapitän  Andre Walica hatten dabei die Führung für den FC 07 auf dem Fuß, doch es blieb bis zur Pause beim torlosen Remis. Auch Dank FC-Torwart Oliver Nell, der blitzschnell reagierte, als Muharrem Iseni in der 41. Minute urplötzlich vor seinem Gehäuse auftauchte und abzog. Dies war allerdings die einzige Parade, die Nell in diesem Spiel zeigen musste, denn das Angriffsspiel der Gastgeber war doch stark limitiert.

In der 43. Minute dann die Schrecksekunde für Spieler, Betreuer und Fans des FC 07. Manuel Zutavern ging nach einem Zweikampf im Mittelfeld zu Boden und fasste sich sofort an sein ohnehin schon lädiertes Knie. Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelte er in die Kabine und es bleibt zu hoffen, dass es nicht wieder ein Kreuzbandriss ist. Luca Hodecker ersetzte ihn.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte wiederum Fetzner die ersten Akzente. In der 57. Minute strich sein Flachschuss um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Zwei Minuten später ließ Kirchheims Keeper seinen Schuss nach vorne prallen, doch Karamanli kam einen Schritt zu spät, um das Geschenk anzunehmen. Die Gäste legten nun noch eine Schippe drauf. Angriff auf Angriff rollte auf das Tor der SG, doch erst die 83. Minute sollte die Entscheidung bringen. Andre Walica mit einem weiten Diagonalball über das ganze Feld zum rechts mitgelaufenen eingewechselten Lukas Durst, der das Spielgerät in den Strafraum passte, wo Enes Karamanli aus 10 Metern per Flachschuss den erlösenden 1:0 Siegtreffer markierte. Durst selbst hatte drei Minuten vor Spielende die wohl größte Chance der Begegnung. Von Walica mustergültig bedient lief er alleine auf das Kirchheimer Tor zu, schob die Kugel dann aber daran vorbei.

„Wir hatten fünf, sechs Großchancen, haben während des Spiels auf zwei Stürmer umgestellt und mehr Risiko genommen. Schön, dass wir dafür belohnt wurden,“ so der glückliche FC-Coach Marcel Martin nach dem Schlusspfiff.

Mannschaftsaufstellung SG Heidelberg-Kirchheim:

Lichtenberger, Horak, Just, Froschauer, Brummer (65. Aksoy), Johannes (80. Can), Litvinec (65. Paling), Max (70. Herbel), Schmitt, Iseni, Kajtazovic

Mannschaftsaufstellung FC 07 Heidelsheim:

Nell, Wolf, Zutavern (44. Hodecker), Dollinger, Karamanli, Fetzner (70. Leibold), Hiller (57. Durst), Ünsal (86. Ünsal), Walica, Maier, Weindel

Torfolge: 0:1 Enes Karamanli (83.)

Schiedsrichter: Marc Heiker aus Sulzfeld mit seinen beiden Assistenten Marcel Fischer und Luca Binder

Zuschauer: 60

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