Da war deutlich mehr drin! FC 07 Heidelsheim – ATSV Mutschelbach 1:3 (1:3): 

Im Duell der beiden letztjährigen Aufsteiger aus der Landesliga Mittelbaden behielten die klar favorisierten Gäste zwar mit 3:1 (3:1) die Oberhand, doch am Ende musste Mutschelbach heilfroh sein, nicht noch den Ausgleichstreffer kassiert zu haben, denn dieser lag gleich mehrmals in der Luft.
Dabei konnten die Vorzeichen vor der Partie nicht unterschiedlicher sein. Während die Gastgeber nach nur einem Jahr Verbandsliga leider gleich wieder eine Etage tiefer müssen, schielen die zuletzt formstarken Karlsbader bei nur einem Punkt Rückstand berechtigterweise noch auf den 2. Tabellenplatz, der zu den Oberligaaufstiegsspielen berechtigen würde. Mit mutigem Fußball wollten die Gastgeber für eine Überraschung sorgen, doch in den ersten 45 Minuten war hiervon noch nicht viel zu sehen. Zu dominant traten die spielstarken Mutschelbacher auf, die bereits in der 9. Minute in Führung gingen. Philipp Engert schirmte im FC-Strafraum geschickt die Kugel ab, legte diese anschließend mustergültig ab für Simon Markovic, der aus 10 Metern keine Mühe hatte, zum 0:1 zu vollenden. Ein kleines Lebenszeichen gaben die Gastgeber dann aber keine zwei Minuten später, als Eugen Bortnikov mit einem gefährlichen 20m-Aufsetzer ATSV-Schlussmann Dominic Bleich prüfte. Nach 15 Minuten fiel allerdings schon das 0:2. Ein Schuss von Benedikt Pfisterer lenkte Dirk Maier aus kürzester Entfernung unglücklich ins eigene Tor. Und es sollte noch schlimmer für die Truppe um Marcel Martin kommen. In der 27. Minute flog ein Eckball von Dirigent, Takt -und Ideengeber Tobias Hohmeister in den Strafraum und am langen 5m-Eck konnte Sebastian Weizel ungehindert hochsteigen und mit dem Kopf gegen die Laufrichtung von FCH-Keeper Oliver Nell zum 0:3 einköpfen. Anschließend vergaben Dennis Klemm (37.) nach einem einfachen Doppelpass und nochmals Weizel (39.), dessen Kopfball Nell gerade noch so gegen den Querbalken lenken konnte, beste Chancen und zu diesem Zeitpunkt drohte den Gastgebern ein Debakel. Kurz vor dem Pausenpfiff schaffte jedoch Enes Karamanli noch leicht abgefälscht aus 10 Metern mit seinem 7. Saisontreffer nach schöner Vorarbeit von Mete Yüksel den 1:3 Anschlusstreffer, der Hoffnung für den 2. Spielabschnitt geben sollte.
In diesem verflachte die Partie aber zusehends und vor allem von den Gästen war man nach der Vorstellung aus Durchgang eins schon etwas enttäuscht. Zwar ließ der frühere Heidelsheimer Erich Strobel hier und da mal seine Gefährlichkeit aufblitzen, ansonsten kam von Mutschelbach jedoch nicht mehr viel. Strobel war es auch, der in der 63. Minute die größte ATSV-Möglichkeit in den zweiten 45 Minuten vergab. Klemm scheiterte zunächst am toll reagierenden Nell, ehe Strobel völlig freistehend den Ball im Nachsetzen über den Querbalken beförderte. Die Schlussviertelstunde war bereits angebrochen, als sich Heidelsheim dann beim Auslassen von hochkarätigen Torchancen übertraf oder sich irgendwie selbst im Weg stand. Zunächst wurde Karamanli gleich zweimal abgeblockt (77.), ehe Jannis Fetzner (80.) den Ball völlig freistehend in Rücklage in den Abendhimmel hob. Auch die eingewechselten Robin Hiller, Nico Leibold sowie Driton Shema vergaben in den Schlussminuten weitere klare Möglichkeiten, wobei entweder Gästetorhüter Bleich zum Spielverderber wurde oder das Spielgerät nicht richtig getroffen wurde.
Somit war der 3:1 Halbzeitstand auch der Endstand, doch mit Ruhm bekleckert hat sich der ATSV im 2. Spielabschnitt nun wirklich nicht. Das war beim imponierenden 6:0 im Vorspiel noch ganz anders.
Eine ganz souveräne Vorstellung gab der junge Schiedsrichter Roy Dingler aus Birkenfeld, der in dieser extrem fairen Begegnung nicht eine Verwarnung aussprechen musste.

Mannschaftsaufstellung FC 07 Heidelsheim:
Nell, Bortnikov (75. Hiller), Wolf, Dollinger, Karamanli, Fetzner, Ünsal (60. Leibold), Maier, Weindel, Yurdakul, Yüksel (75. Shema)

Mannschaftsaufstellung ATSV Mutschelbach:
Bleich, Mekonen (64. Schenker), Markovic, Weizel (64. Henk), Strobel, Kramer, Hohmeister, Engert, Heers, Klemm, Pfisterer (46. Dauenhauer)

Torfolge: 0:1 Simon Markovic (9.), 0:2 Dirk Maier (15., Eigentor), 0:3 Sebastian Weizel (27.), 1:3 Enes Karamanli (44.)

Schiedsrichter: Roy Dingler aus Birkenfeld mit seinen beiden Assistenten Armin Senger und Ibrahim Awada

Zuschauer: 135

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