Auftaktniederlage ins neue Fußballjahr beim Deutschen Fußballmeister 1949! VfR Mannheim – FC 07 Heidelsheim 2:0 (2:0):

Die kühnsten Optimisten im Lager der FCH-Fans wurden im ersten Verbandsspiel des Jahres 2019 für ihre Einstellung nicht belohnt. Zu dominant traten die ambitionierten Gastgeber auf, die über 90 Minuten die deutlich bessere Elf waren und dem FC 07 Heidelsheim keine Chance ließen, das eigene Spiel zu entfalten.

Dennoch bescherte die 10. Minute den Gästen eine Möglichkeit zur Führung. Kapitän Andre Walica setzte sich auf dem rechten Flügel durch und passte quer über das Feld zum freistehenden Jannis Fetzner auf der linken Seite, dessen Schuss aus 16 Metern aber abgeblockt wurde. Nach genau einer Viertelstunde belohnten sich die Platzherren dann aber ein erstes Mal. Vollversammlung im Heidelsheimer Strafraum, mehr als ein Dutzend Akteure beider Teams bemühten sich um die Kugel. Diese flipperte hin und her, wobei es den Gästespielern nicht gelang, sie aus der Gefahrenzone zu befördern. So sprang der Ball zum Mannheimer Linksaußen, der ihn gefühlvoll über alle hinweg auf den langen Pfosten hob, wo Abdelrahman Mohamed, vor der Saison aus Friedrichstal gekommen, ihn aus kurzer Entfernung nur noch zum 1:0 einzuköpfen brauchte.

120 Sekunden später hatten die FC-Fans den Torschrei schon auf den Lippen. Es war wiederum Walica, der rechts durchbrach und den Ball auf den völlig freistehenden Ibrahim Ünsal passte. Der stand 12 Meter vor dem Mannheimer Gehäuse, war unbedrängt und hatte Zeit, sich das Leder zum 1:1 zurecht zu legen. Doch sein harmloser Flachschuss, der mehr einer Rückgabe glich, stellte VfR-Torhüter Marcel Lentz, im Vorspiel noch der Unglücksrabe, vor keinerlei Probleme. Mehr ließ Mannheimallerdings nicht mehr zu und startete seinerseits einen vielversprechenden Angriff nach dem anderen. Eckbälle flogen in Serie in den Heidelsheimer Strafraum, wo die Abwehr Schwerstarbeit zu verrichten hatte.

Das 2:0 kurz vor dem Seitenwechsel fiel aber nicht nach einem Standard, sondern nach einem langen Ball aus der Gastgeberdefensive heraus. Gleich zwei Heidelsheimer Abwehrspieler stiegen mit einem Mannheimer Stürmer zusammen hoch, um den Ball zu klären, doch der Angreifer behielt im Luftzweikampf die Oberhand. Er verlängerte das Leder zum mitgelaufenen  Piero Adragna (43.), der anschließend ganz alleine auf Torhüter Oliver Nell, Winterneuzugang vom SV Oberderdingen, zulaufen konnte und diesem keine Abwehrchance ließ.

Zu Beginn der 2. Halbzeit legte Mannheim noch einmal eine Schippe drauf. Angriff auf Angriff rollte von nun an auf das Heidelsheimer Tor. Wendig und antrittsschnell, passsicher und spielfreudig kombinierten sich die Platzherren ein ums andere Mal durch die Gäste-Defensive, die sich jetzt oftmals nur noch mit unkontrollierten Befreiungsschlägen zu helfen wusste, die aber vorne leider keinen Abnehmer fanden. Heidelsheims neuer Trainer Marcel Martin versuchte zwar, mittels frischen Kräften, das Spiel seiner Elf noch einmal zu beleben, doch der Effekt verpuffte. Die letzte Chance im Spiel hatten jedoch die Gäste. Eine Minute vor Spielende ließ Mannnheims Keeper Lentz einen Schuss von Enes Karamanli  abprallen, doch der eingewechselte Lukas Durst war zu überrascht, um das Geschenk, das ihm vor die Füße fiel, zum Anschlusstreffer zu verwerten und so blieb es bei einem ungefährdeten Heimerfolg für den VfR Mannheim, der  sich somit nicht nur  für die fast schon peinliche 2:3 Vorspielniederlage rehabilitieren, sondern gleichzeitig auch im 6. Vergleich mit dem FCH erstmals den Platz als Sieger verlassen konnte.

Mannschaftsaufstellung VfR Mannheim:

Lentz, Gessel (72. Haffa), Denefleh, Kirschner, Herm, Adragna, Mohamed (63. Cosgun), Franke (85. Olumide), Kochendörfer, Schwall, Raab

Mannschaftsaufstellung FC 07 Heidelsheim:

Nell, Wolf, Zutavern (57. Hodecker), Karamanli, Fetzner (87. Yüksel), Hiller (63. Durst), Ünsal (66. Leibold), Walica, Maier, Weindel, Yurdakul

Torfolge: 1:0 Abdelrahman Mohamed (15.), 2:0 Piero Adragna (43.)

Schiedsrichter: Vincent Becker aus Höfen an der Enz mit seinen beiden Assistenten Simon Schönthaler und Benedikt Doll

Zuschauer: 150

Kommentare sind geschlossen.